Gesundheit ist einerseits eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und andererseits Wachstumsmotor der Gesellschaft. In der Gesundheitswirtschaft sind gegenwärtig 12 % der Erwerbstätigen in Deutschland beschäftigt. Sie ist daher bezüglich ihrer Bedeutung für den Arbeitsmarkt die größte Branche, eine Tatsache, die immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt.
Durch den demographischen Wandel spielt Health Care eine zunehmende Rolle für die Wirtschaft. In Deutschland werden im Jahr 2025 10 Mio. Menschen älter als 80 Jahre sein und die Hälfte der Bevölkerung über 50. Daraus resultiert ein steigender Bedarf an medizinischen Produkten und Dienstleistungen.
Die Ausgaben für den Gesundheitssektor betrugen im Jahr 2002 in Deutschland bereits 234 Mrd. EUR. Allein für Medizintechnik fielen 2003 Ausgaben in Höhe von 24 Mrd. EUR an – Tendenz steigend. Betrug die Wachstumsrate der Branche auf dem europäischen Markt bis 2003 6%, so konnten lt. Branchenbericht 2003 des Deutschen Industrieverbandes für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. in der deutschen Medizintechnikindustrie Steigerungsraten im Export von 10,3 % des Umsatzes erreicht werden. In Europa liegt der Marktanteil der deutschen Medizintechnikunternehmen bei 31%. Deutschland ist damit führend.
Hochleistungsmedizin ist ein Export- und Standortfaktor. Hohe Anforderungen an die Innovationsfähigkeit eines Standortes ergeben sich aus der Tatsache, das die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Medizintechnikunternehmen doppelt so hoch sind wie im Durchschnitt der anderen Branchen.
Unsere Voraussetzungen in Magdeburg:
Die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität mit 22 Instituten, 29 Kliniken und jährlich 40.000 stationär behandelten Patienten setzt ihren Schwerpunkt auf die Neurowissenschaften und die Immunologie einschließlich der Molekularen Medizin der Entzündung.
Die Hochschule Magdeburg-Stendal beschäftigt sich im Bereich Chemie/Pharmatechnik neben der Ausbildung von Studenten mit Forschungsprojekten u.a. auf den Gebieten Qualitätssicherung, Analytik, Galenik, Sensoren, Biotechnologie, Gentechnologie und Hydrochemie.
Für das Leibniz-Institut ist das zentrale Forschungsthema die Neurobiologie. Fragestellungen der fachübergreifenden Grundlagenforschung werden auf allen funktionellen Organisationsebenen des Gehirns sowie im Verhalten untersucht, vom molekularen Inneren einer einzelnen Zelle bis hin zum ganzen Menschen. Der Anfang 2005 in Betrieb gegangene 7-Tesla-Kernspintomograph des Instituts bietet hierbei ungeahnte neue Forschungsmöglichkeiten.
Das Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme beschäftigt sich am Standort intensiv mit Modellierungs- und Regelungsproblemen in der Humanmedizin.
Das Fraunhofer-Institut (IFF) entwickelt in Magdeburg komplexe Roboter- und Handhabungssysteme zur Automatisierung von Labor- und Fertigungsabläufen.
InnoMed e. V. Netzwerk für Neuromedizintechnik: Die Erfolgreiche Verknüpfung der hohen wissenschaftlichen Kompetenz in Magdeburg im Bereich der Neurowissenschaften mit innovativen, industriellen Partnern ist Leistung und Ziel des Netzwerkes.
Mit Zenit (Zentrum für neurowissenschaftliche Innovation und Technologie) existiert in Magdeburg ein Infrastruktur-Provider, der die Übertragung von institutioneller Forschung in die Wirtschaft für Firmenneugründungen dauerhaft sicherstellt.
Spezielle Firmenprofile der Region sind in der nebenstehenden "Brancheninformation" ausführlicher dargestellt.
|